Aktuelles
Der Tod sägt mit
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Hier geht es zu einem lesenswerten Bericht des Merkur über den Seilwinden-Kurs vom November.

2-Tages-Lehrfahrt 2024 - Ein Blick in die Zukunft
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Die zweitägige Exkursion brachte den Teilnehmern wertvolle Erkenntnisse und direkte Einblicke in die Herausforderungen und Innovationen der modernen Forstwirtschaft. Im Mittelpunkt stand das Thema
„Vielfalt Wald – Erholung, Wirtschaft, Technologie“, das die Bedeutung der nachhaltigen Bewirtschaftung sowohl städtischer als auch ländlicher Wälder und großer Privatforste verdeutlichte.
Stadtwald Augsburg –
Ein Vorbild für Urbanen Walderhalt
Die Lehrfahrt begann nach einer kurzweiligen Busfahrt im Herzen von Augsburg, wo die städtische Schutzgebiets-Rangerin Anne-Marie Heinze die Gruppe herzlich imWaldpavillon empfing. Dieser besondere Kulturort, der
vor 21 Jahren errichtet wurde, dient nicht nur der Forstwirtschaft, sondern bietet auch Raum für Kultur und Bildung. Er steht symbolisch für die erfolgreiche Verbindung von Erholung, Natur und Wissenvermittlung.
Jährlich werden hier über 200 Führungen durchgeführt, und der Pavillon ist Heimat von 13 Waldkindergärten, die einen trockenen Rückzugsort mitten in der Natur finden.
Entlang einer der Wände des anschaulich gestalteten Pavillons bewunderten wir die zahlreichen heimischen Gehölze, darunter eine imposante Buche, die Einblicke in den faszinierenden Aufbau des Holzkörpers bietet. Eine
besondere Attraktion ist die umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten eines ehemaligen Försters, die die Vielfalt des städtischen Waldes in beeindruckender Weise dokumentiert.
Der Stadtwald Augsburg, mit seinen 2.200 ha gilt als Vorbild für viele Kommunen in Deutschland. Er vereint auf beispielhafte Weise den Schutz des Trinkwassers, den Naturschutz und die Erholungsfunktion und zieht jährlich über vier Millionen Besucher an. Besonders beeindruckend ist, dass dieser Wald über Jahrhunderte zum Schutz des Trinkwassers vor sämtlichen Siedlungsdruck beschützt wurde. Dieser Exkursionspunkt verdeutlichte, wie wertvoll städtische Wälder für die Gesellschaft sind und welche Bedeutung sie in Zeiten des Klimawandels haben.
Forstbetrieb Weißenhorn
– Waldbewirtschaftung mit Weitblick
Nach einer herzhaften Stärkung im Kloster Roggenburg ging unsere Fahrt weiter zum Forstrevier Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten AöR. Der 14.500 ha große Betrieb schlägt jährlich etwa 31.000 fm Holz ein und ist bekannt für seine zukunftsweisenden Techniken.
Forstbetriebsleiter Herr Baumhauer, der auf über 30 Jahre Erfahrung in der Forstwirtschaft zurückblickt, appellierte eindringlich an die Waldbesitzer: „Machen Sie Holz, denn die Forstwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen.“
Im Laufe des Rundgangs zeigte er, wie intensiv im Betrieb mit Saattechniken und Jagd gearbeitet wird. Eine Besonderheit des Reviers sind die bereits frühzeitig eingebrachten Tannensaaten, die heute eindrucksvolle
Waldflächen mit einer dominanten Tannenstruktur bilden. Baumhauer machte klar, dass die Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels vor gravierenden Veränderungen steht. Stärkere Winde, Dürreperioden,
Starkregen und Hitze erfordern eine flexible Waldbewirtschaftung. Die Mischung verschiedener Baumarten sowie die horizontale und vertikale Aufrauhung der Waldbestände seien entscheidende Schutzmechanismen gegen klimabedingte Totalausfälle. Die Ergebnisse von Windkanalversuchen in Göppingen bestätigen diese Strategie. Baumhauer betonte, wie wichtig es sei, die Struktur und Artenvielfalt des Waldes zu erhalten und den Wald gezielt auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Die drei wichtigen Säulen für einen zukunftsfähigen Wald:
Mischung mit vielen verschiedenen Baumarten, Pflegen, pflegen, pflegen und Holz machen. Wir werden uns darauf vorbereiten müssen, dass da nochmal viel Zeit, Geld und Arbeit reinzustecken ist.
Donzdorf
– Windkraft und forstliche Vielfalt im Großprivatwald
Am zweiten Tag der Lehrfahrt erwartete die Teilnehmer ein besonderes Highlight: Der Besuch des Forstbetriebs von Konrad Graf von Rechberg in Donzdorf. Nach einem reichhaltigem Frühstück im Hotel Becher sorgte die
malerische Landschaft mit ihren steilen Hängen und Höhenunterschieden von bis zu 400 Metern für Staunen.
Markus Ritter, der Forstbetriebsleiter, führte die Gruppe durch einen Teil des 2.800 ha großen Forstbetriebs im mittleren Keuper.
Ein Höhepunkt der Führung war der Besuch der 19 Windkraftanlagen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Von den Dörfern im Tal aus sind diese kaum sichtbar, was ein wesentlicher Grund für die hohe
Akzeptanz in der Bevölkerung ist. Ritter erklärte detailliert die Vor- und Nachteile der Windkraft und betonte, dass die Anlagen teilweise abgeschaltet werden müssen, etwa bei Eisgefahr im Winter oder wenn der Vogel- und Fledermausschutz Vorrang hat.
Ein weiterer beeindruckender Anblick war ein Douglasienhieb, bei dem 130 Jahre alte, 48 Meter hohe Baumriesen gefällt wurden. Diese Kolosse, die aus amerikanischem Saatgut stammen, hatten bereits ihre Reifephase hinter sich (über 10 fm der Einzelstamm), so dass es notwendig war, Lichtkegel zu schaffen, um den nachfolgenden Bäumen eine Chance zu geben.
Ritter zeigte den Teilnehmern auch die beeindruckende Vielfalt an Baumarten im Forstbetrieb, die von Eichen, Linden, Fichten bis hin zu exotischeren Arten wie dem Riesenlebensbaum und der Küstentannen reicht. Doch
diese Vielfalt birgt auch Herausforderungen: Die Buche, die in der Region gut gedeiht, droht, andere Baumarten zu verdrängen, weshalb gezielte Pflegemaßnahmen notwendig sind.
Technikum Laubholz
– Zukunft der Holzverarbeitung
Der letzte Programmpunkt der Lehrfahrt führte die Teilnehmer nach Göppingen, wo wir einen exklusiven Einblick in das “Technikum Laubholz” erhielten. Hier erfuhren die Teilnehmer, wie innovative Technologien zur
Aufspaltung des Holzkörpers entwickelt werden, um neue, nachhaltige Produkte zu schaffen. Aus Buchenholz wird feines Pulver gewonnen, das zu Fasern versponnen wird und vielseitige Anwendungsmöglichkeiten bietet – von Textilien bis hin zu Materialien für den Leichtbau. Diese umweltfreundlichen Technologien können hoffentlich in Zukunft dazu beitragen, Plastikprodukte zu ersetzen und die Holzverarbeitung zu revolutionieren.
Fazit der Lehrfahrt
Die Lehrfahrt bot eindrucksvolle und lehrreiche Einblicke in die Arbeit von drei sehr unterschiedlichen Forstbetrieben: dem städtischen Wald, dem Staatsforst und dem Privatforst. Doch trotz ihrer unterschiedlichen
Aufgabenfelder war die zentrale Botschaft klar: Die Zukunft des Waldes liegt in der Vielfalt. Die Mischung unterschiedlicher Baumarten, die Erhaltung der Struktur und die rechtzeitige Holznutzung sind entscheidende
Faktoren, um den Wald in Zeiten des Klimawandels zu sichern. Holz zu machen, bevor es durch Extremwetterereignisse oder Schädlingsbefall verloren geht, bleibt eine der wichtigsten Aufgaben der Forstwirtschaft. Der Ausblick auf zukünftige technologische Verwertungsstrategien gibt Hoffnung und Anreize, die bunte Vielfalt im Wald tatkräftiger denn je mitvoranzutreiben.
Buchvorstellung "Die Wälder im Landkreis Ebersberg"
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Um die Wälder des Landkreises Ebersberg im Wandel der Zeit und des Klimas geht es am Mittwoch, 11. September, im Museum Wald und Umwelt auf der Ludwigshöhe. Von 19.30 Uhr an wird im dortigen Mehrzweckraum Hans Riedl, Ehrenvorsitzender der Waldbesitzervereinigung Ebersberg/München-Ost, aus der Sicht eines praktizierenden Waldbauern das aspektreiche Thema vorstellen.
Oberbayerischer Waldtag 15.09.24 Kloster Reutberg
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Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen lädt zusammen mit der Bayerischen Forstverwaltung zum Oberbayerischen Waldtag 2024 ein.
Auf über 40.000 m², aufgeteilt in vier Bereiche, erwarten Sie über 100 Aussteller.
Erfahren Sie alles rund um das Thema Wald, dessen Vielfalt und seine Bewirtschaftung. Angefangen von „Warum ist die Verjüngung des Waldes so wichtig?“, „Wieso ist Holznutzung gelebter Klimaschutz?“, „Was ist beim Holzeinschlag zu beachten?“, „Wer hilft mir bei der Waldbewirtschaftung?“ bis „Was kann man aktiv zum Waldnaturschutz beitragen?“, „Wieso ist Totholz so begehrt?“ und „Was tun wir zum Erhalt unserer Schutzwälder?“.
Es gibt zahlreiche Vorführungen zu sehen und Sie können sich direkt bei den Ausstellern über die aktuellsten Themen und Angebote informieren.
Für Kinder gibt es Mitmachaktionen, einen kleinen Streichelzoo, ein Waldkarussell, einen verschlungenen Waldpfad und eine Greifvogelschau. Darüber hinaus ein Wissensquiz, welches über das ganze Ausstellungsgelände führt.
Neben dem Festgelände am Kloster gibt es zwei weitere Ausstellungsbereiche im ca. 1,5 km nördlich gelegenen Babenberg. Dort können Sie hautnah im vor Ort befindlichen Sägewerk miterleben, wie mit Hilfe von Wasserkraft aus einem Baumstamm Bretter und Balken werden. Dort findet Sie auch Infos zum Thema „Heizen mit Holz“, angefangen von modernen Holzhackern über Maschinen für die Brennholzherstellung bis zu verschiedenen Holzheizungen.
Im nahen gelegenen Wald lassen sich dann zahlreiche Forstmaschinen im Einsatz erleben. Von der Holzernte und Holzrückung bis zur Wegepflege. Sie können Harvester, Forwarder, Seilkrananlagen, Rückeraupen und Lichtraumprofilschneider bestaunen. Daneben erhalten Sie aus erster Hand vom Förster viele Infos über den dort artenreich, natürlich verjüngten Wald.
Um auch die Möglichkeiten der Holzverarbeitung kennen zu lernen, können Sie sich in der Zimmerei Baumgartner in Sachsenkam eine moderne Abbundanlage anschauen.
Um sich dazwischen zu stärken, gibt es neben dem Festzelt in Reutberg, über das gesamte Ausstellungsgelände verteilt zahlreiche regionale Essenstände von der Bratwurst über Burger, gebrannte Mandeln bis zu kühlem Eis und Kaffee und Kuchen.
Der Besuch des Waldtages ist kostenfrei, ebenso wie der Busshuttle welcher die vier Ausstellungsbereiche und das Ausstellungsgelände mit den zwei zentralen Parkplätzen in Sachsenkam verbindet. Für Fahrradfahrer stehen zahlreiche Fahrradständer zur Verfügung.
Ab 9:30 Uhr fährt auch stündlich ein Bus vom Bahnhof Holzkirchen zum Festgelände in Reutberg.
Nähere Informationen finden Sie unter: www.waldtag.bayern
