Aktuelles
Informationsveranstaltungen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer
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Im Februar/März 2026 veranstaltet die WBV Ebersberg/München-Ost in Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Niederseeon wieder ihre jährlichen Informationsveranstaltungen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer.
Auch diesmal gibt es wieder neueste Nachrichten zu vielen interessanten Themen:
Die Termine finden statt am:
Dienstag, den 10. Februar 2026 um 13:00 Uhr beim Neuwirt in Zorneding
Mittwoch, den 11. Februar 2026 um 13:00 Uhr in der Sportgaststätte in Oberpframmern
Dienstag, den 24. Februar 2026 um 13:00 Uhr im Cafe Schwaiger in Glonn
Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 19:00 in der Gaststätte in Netterndorf
Donnerstag, den 05. März 2026 um 19:00 Uhr beim Hamberger in Eglharting
Bitte geben Sie die Termine an alle Interessierten weiter!
Wälder und Holzprodukte als CO₂-Speicher: Forstliche Forschungsanstalten formulieren dreizehn Thesen
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Wälder und Holzprodukte als CO₂-Speicher: Forstliche Forschungsanstalten formulieren dreizehn Thesen
Die zwölf Leiterinnen und Leiter der forstlichen Forschungsanstalten in Deutschland, der Schweiz und Österreich beziehen klar Stellung zum Thema Kohlenstoffbindung in Wäldern und in Holzprodukten: Der beste Klimaschutz ist eine markante Verringerung des anthropogenen Treibhausgasausstoßes. Wälder können durch Kohlenstoffspeicherung im Wald und in Holzprodukten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie die Klimaveränderungen meistern können. In vielen Fällen ist dafür aktives Handeln wie die Stabilisierung bestehender Wälder, die Aufforstung neuer Wälder und eine nachhaltige Holzverwendung erforderlich. (17. November, Freising)
- Aktiver Waldumbau und nachhaltige Bewirtschaftung sichern langfristige Kohlenstoffbindung.
- Holzverwendung speichert Kohlenstoff und kann klimaschädliche Stoffe ersetzen.
- Nutzungsverzicht zum Aufbau des Waldkohlenstoffspeichers kann temporär in begrenztem Umfang funktionieren, ist im Klimawandel jedoch mit hohen Risiken verbunden.
- Nur vitale, klimaresiliente Wälder können ihren Beitrag zum Klimaschutz erfüllen.
- Wälder erbringen eine Vielzahl lebenswichtiger Ökosystemleistungen, von einer einseitigen Fokussierung auf die Kohlenstoffspeicherung wird abgeraten.
- Die Klimaschutzziele für den Land – und Forstsektor (LULUCF) müssen überprüft und auf realistische Werte angepasst werden.
Wälder leisten viel – aber sie stoßen an Grenzen
Wälder binden durch ihr natürliches Wachstum Kohlenstoff und speichern ihn in Holz und Boden. Klimawandel, Dürre, Stürme und Schadinsekten erhöhen jedoch das Risiko, dass dieser Kohlenstoff plötzlich und unkontrolliert wieder freigesetzt wird. Das Fachgremium der deutschsprachigen Forstlichen Forschungsanstalten, zu denen neben den Forschungseinrichtungen der Bundesländer auch das bundeseigene Thünen Institut für Holzforschung, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft und das Österreichische Bundesforschungszentrum für Wald gehören, betont daher: Wälder sind keine unerschöpfliche Kohlenstoffsenke. Die Steigerung des Kohlenstoffspeichers im Holzvorrat nachhaltig bewirtschafteter Wälder ist daher nur sinnvoll, wenn dadurch nicht andere wichtige Waldfunktionen gefährdet werden. Ein einseitiger Fokus auf die Maximierung des Waldkohlenstoffspeichers durch die Steigerung des Holzvorrates ist fachlich nicht zu empfehlen.
Aktive Bewirtschaftung sichert Klimaleistung
Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet, Wälder gezielt an den Klimawandel anzupassen und seine Funktionen zu erhalten, etwa durch standortgerechte Baumarten, stabile Mischwälder und verantwortungsvolle Holznutzung. So wird Kohlenstoff sowohl im Wald als auch in Holzprodukten gespeichert. Die Summe aus beiden Speichern gilt es zu erhöhen. Gleichzeitig können zusätzliche Emissionen vermieden werden, wenn durch Holz aus nachhaltig Bewirtschafteten Wäldern andere Materialien oder fossile Energieträger ersetzt werden, die klimaschädlicher sind. Erstaufforstungen, also die Neubegründung von Wald auf zuvor anderweitig genutzten Flächen, können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – sofern in unseren Landschaften geeignete Flächen dafür zur Verfügung stehen.
Realistische Klimaziele und klare Verantwortung
Die nationalen Klimaziele im LULUCF-Sektor (Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft) sind kritisch zu prüfen. Angesichts zunehmender Störungen erscheinen die derzeitigen politischen Zielvorgaben nicht überall realistisch erreichbar. Klimaschutz muss alle Sektoren gleichermaßen in die Verantwortung nehmen.
CO2-Zertifikate
Waldbezogene CO2-Zertifikate können nur dort sinnvoll sein, wo sie echte zusätzliche Kohlenstoffbindung erreichen, etwa durch Aufforstung oder Waldumbau. Zertifikate, die allein auf das Wachsen von bestehenden Wäldern setzen, bergen dagegen Fehlanreize und erhöhen die Risiken durch unkontrollierbare Störungen.
Fazit
Die forstlichen Forschungsanstalten unterstreichen, dass Wälder und Holzprodukte wichtige, aber nicht unerschöpfliche Beiträge zum Klimaschutz leisten. Entscheidend sind angepasste, naturschonende und nachhaltige Bewirtschaftungsmaßnahmen. Wichtiger denn je ist die Stärkung der Resilienz und die Verknüpfung von Wald- und Holzstrategien mit anderen Klimaschutzmaßnahmen.
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Freising 2025
Den zum Thema gestalteten Flyer finden Sie hier.
Jubiläums-Feier 75 Jahre WBV Ebersberg/München-Ost e.V.
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Aufruf zur Anpassung der EUDR
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Weltweite Entwaldung stoppen
- aber ohne sinnlose Bürokratie dort aufzubauen,
wo das Problem nicht existiert!
Wir brauchen keine Kosmetik, sondern JETZT eine sinnvolle Lösung
- rechtzeitig vor dem 30.12.2025!
Der Vorschlag der EU-Kommission zur Anpassung der EUDR reicht absolut nicht aus!
Jedes Jahr werden weltweit große Waldflächen zerstört. Bei uns ist dies nicht der Fall, aber wir Waldbesitzenden, Forstbetriebe, Selbsthilfeeinrichtungen und Waldverbände sowie die Landwirte unterstützen das Ansinnen der EU, darauf zu achten, wie Produkte, die auf den EU-Markt kommen, erzeugt werden.
Dieses Vorhaben muss aber so gestaltet werden, dass es dort, wo es nachweislich über Jahrzehnte hinweg keine Entwaldung und Waldzerstörung gibt, nicht zur Überregulierung und zum Bürokratieaufbau zu Lasten von land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben, kleinflächigen Betriebsstrukturen und heimischen Wirtschaftskreisläufen kommt.
Die EU-Verordnung für Entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) in der jetzigen Form und auch der Vorschlag der EU-Kommission zur Überarbeitung der Verordnung vom 21.10.2025 löst das Problem nicht, sondern
- baut sinnlose und untragbare Bürokratie für die Land- und Forstwirte auf,
- bedroht die Wettbewerbsfähigkeit der Land-, Forst- und Holzwirtschaft,
- verhindern den notwendigen Waldumbau und die Waldpflege,
- verkompliziert durch unterschiedliche Kategorien von Akteuren und der Einführung einer zweiten Art von Nummern die Abläufe und damit den Verwaltungsaufwand für Primärproduzenten und entlang der Lieferkette.
- verstärkt die Gefahr, dass kleine Marktteilnehmer vom Markt ausge- schlossen zu werden und
- zerstört etablierte Strukturen und Selbsthilfeeinrichtungen im ländlichen Raum.
EU-Parlament und Rat sind gegenüber der EU-Kommission jetzt besonders gefordert: Verschieben Sie JETZT erneut die Anwendung der EUDR und arbeiten Sie endlich an einer ehrlichen Lösung: Wir fordern die Einführung einer Null-Risiko-Variante für Länder ohne Entwaldungsproblem, die keine individuelle Sorgfaltserklärung mit Georeferenzierung oder einmalige Deklaration erfordert, und letztlich den Verzicht auf Melde- und Berichtspflichten für die Land- und Forstwirte.
Wir – der Bayerische Waldbesitzerverband mit den 700.000 privaten Waldbesitzenden und waldbesitzenden Gebietskörperschaften, die bayerischen Waldbesitzervereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften bei denen rund 182.000 Waldbesitzende mit einer Waldfläche von 1,43 Mio. Hektar Mitglied sind, die Familienbetriebe Land und Forst Bayern, die Land und Forstbetriebe Österreich und der Waldverband Österreich mit seinen Landeswaldverbänden und rund 75.000 Familienwaldbetrieben, die rund 1,1 Mio. Hektar Waldfläche repräsentieren, sowie der Bayerische Bauernverband, der für eine Dreiviertel Million Menschen im ländlichen Raum Bayerns über seine Mitglieder steht - fordern die EU-Kommission, die EU-Parlamentarier und die Mitgliedsländer auf, endlich zu handeln.
Statt fauler Ausreden, sinnlosem Rumdoktern und dem Aussitzen von wirklichen Problemen ist es höchste Zeit, sinnvolle und effiziente Lösungen zu schaffen. Der Vorschlag der EU-Kommission vom 21.10.2025 ist für uns nicht tragbar. Lassen Sie sich nicht von Großkonzernen oder einzelnen Umweltverbänden erpressen!
Wir leben für den Wald, die Nutztierhaltung und die Landbewirtschaftung! Wir Waldbesitzenden, Forstbetriebe, Landwirte und Verbände setzen uns für den Erhalt unserer Wälder und der Kulturlandschaft sowie für die Ernährungssicherung ein. Unser Ziel ist es, unsere Wälder fit für den Klimawandel zu machen und unseren heimischen Rohstoff Holz nachhaltig, mit Rücksicht auf Natur und Umwelt, zur Verfügung zu stellen. Wir wollen die Bauwende genauso wie die Energiewende schaffen. Wir wollen eine Heimat, die auch für unsere Enkel noch liebens- und lebenswert ist.
Durch die EUDR und weitere Initiativen, wie das NRL und das Bodengesundheitsgesetz, ist die EU-Kommission auf dem besten Weg, das alles zu zerstören. Gleichzeitig setzt die EU-Kommission den wichtigen europäischen Gedanken auf Spiel, fördert die Politikverdrossenheit der Menschen und deren Abkehr von den etablierten demokratischen Parteien. EU-Parlament und Rat haben es in der Hand, jetzt gemeinsam mit der EU-Kommission Vertrauen in die Politik aufzubauen!
Das ist Ihre Verantwortung!
u. a. WBV Ebersberg/München-Ost e.V.
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